Lesung | Jan Peter Bremer

Brüchige Idylle

24. August 2007, 20.15 Uhr

1965 wurde der diesjährige Inselschreiber Jan Peter Bremer als Sohn des Malers und Schriftstellers Uwe Bremer in Berlin geboren, wuchs in Lüchow-Dannenberg auf und lebt seit 1988 wieder in Berlin. Für seinen Roman „Der Fürst spricht“ bekam er 1996 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Das jüngste Werk, der Kurzroman „Still Leben“, ist 2006 erschienen. Darin lässt er einen Mann in Briefen an einen Freund vom ersehnten Leben mit seiner Familie in einem entlegenen Haus in den Bergen berichten, entlarvt dabei die vorgebliche Idylle als Täuschung. Langsam dreht sich die Perspektive, der Vater ist isoliert und von der Familie verachtet.

Die Inselschreiber-Jury überzeugte Bremer mit einer Geschichte über die Lebenslügen und Eitelkeiten eines Schriftstellers, der im Urlaub am Meer plötzlich meint, die Liebe seiner Frau und seiner Hündin an den attraktiven amerikanischen Übersetzer seiner Werke verloren zu haben.