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25. März 2005

Regie: Johannes Kaetzler,
Dramaturgie: Christel Weiler
Bühne&Kostüm: Peter Brower,
Musik: Jörg Schäffer
Die „Kommandeuse“ ist ein Stück über Ilse Koch, die Ehefrau des Buchenwalder Lagerkommandanten Karl Koch. Nach dem Krieg zu lebenslanger Haft verurteilt blieb sie bis zu ihrem Selbstmord nach 22 Jahren Zuchthaus uneinsichtig und steht stellvertretend für jene Haltung, die die Philosophin Hannah Arendt mit dem Begriff der „Banalität des Bösen“ charakterisiert hat. „Die Kommandeuse“ ist ein Beitrag zur Mentalitätsgeschichtes des 3. Reiches an der Hand der Biographie einer Täterin.
"Gilla Cremer beschwört die überall im Frust der bedeutungs-losen Existenzen rumorenden Ambitionen, die beim ent-sprechenden Zusammenspiel der Ereignisse von der Garten-lauben-Idylle direkt in den Kommandostand des Völkermords führte." (FAZ)
Inhalt:
"Man muss verstehen, mit seiner Zeit zu gehen" - so begründet die junge Ilse Köhler 1932 ihren Eintritt in die NSDAP. Sie begegnet dem Obersturmbannführer Karl Koch und zieht im Jahre 1937 als seine Frau mit ihm auf den Ettersberg, einen wunderschönen Hügel bei Weimar, auf dem Goethe einst "Wanderers Nachtlied" dichtete. Hier wird Koch Kommandant des Konzentrationslagers Buchenwald. Von den Jahren in der "Villa Koch", die unmittelbar an das Konzentra-tionslager Buchenwald grenzte, sagt Ilse Koch später, dass sie "die beste Zeit" ihres Lebens waren, eine satte, eine gute Zeit, gezeichnet von einem luxuriösen und ausschweifenden Lebensstil.
1951 wurde die "Kommandeuse" - so nannten sie die Häftlinge aufgrund ihres grausamen und unberechenbaren Auftretens im Lager - wegen Anstiftung zu Körperverletzung und Mord zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Ilse Koch füllte im Nachkriegsdeutschland als "Hexe von Buchenwald" die Schlagzeilen und behauptete selbst noch nach 22 Jahren Haft : "Ich kann mich an nichts erinnern. Ich habe mich nie um Lagerangelegenheiten oder Politik gekümmert. Ich war immer bemüht, meinem Mann und meinen Kindern eine gute Familienmutter zu sein".
Eintritt: 15,00 Euro
20:00 Uhr
in der Produktionshalle
