Maren Strack und post theater (new york / berlin / tokyo)

Figure 8 Race

25. November 2005

präsentieren

Eine Soloperformance über Automotorsport und Cläenore Stinnes

Performance und Choreographie: Maren Strack
Konzept: Max Schumacher*, Maren Strack, Hiroko Tanahashi*
Video: Hiroko Tanahashi
Dramaturgie: Max Schumacher
Geräuschemacher: Max Bauer

*post theater (new york / berlin)

In Amerika gibt es Autorennen in 8-förmigen Rennstrecken. In der Mittelkreuzung dieser Rennen gibt es hin und wieder einen Crash. Clärenore Stinnes unternahm die erste Reise mit einem Auto um die Welt. Sie braucht dafür mehr als zwei Jahre, von 1927 – 1929. Einen großen Teil der Fahrt stand sie dabei still, weil ihr Auto Pannen hatte.
Im Kampfsport, im Tanz, im Fahnenschwingen – immer wieder wird die Figur 8 als ein Bewegungsmuster genutzt, das ungebremsten Energiefluss erlaubt.
Figure 8 Race handelt von Bewegung und Unterbrechung sowie auch von dem Fruchtbare in der Panne und in der ungewollten Unterbrechung.

Produktionshalle Sylt-Quelle
Eintritt 10 Euro
Karten im Bistro Sylt-Quelle und an der Abendkasse

www.maren-strack.de www.posttheater.com

Die Produktion wurde mit dem Bremer Autorenpreis 2004 ausgezeichnet und wird unterstützt von dem Jungen Theater Bremen, dem Kunstraum Syltquelle und dem Fonds Darstellende Künste.

Künstlerbiographien

Max Bauer (Geräuschemacher)
Als Geräuschemacher arbeitete Max Bauer u.a. für Filme von Rainer Werner Fassbinder, Romuald Karmakar, Sönke Wortmann, Caroline Link, Gernot Roll.
Als Sound Designer u.a. Zusammenarbeit mit der EXPO 2000 in Hannover und der Bayerischen Staatsoper München. Als live-Geräuschemacher u.a. Auftritte in der Bundeskunsthalle (Bonn), in der Fondation Cartier (Paris) und in der Pinakothek der Moderne (München).

Max Schumacher (Dramaturgie / Konzept)
studierte Dramaturgie an der Humboldt Universität Berlin und Performance Studies (MA) an der New York University. Er gründete nach diversen Berliner Regiearbeiten 1998 post theater in New York. Er inszenierte die post theater Produktionen “I-Site”, “City of Skies”, “Hiroko Total”, “x-isle”, “The Real Forensic”, sowie die Arbeiten “Der Reisende”, “301/302” und “Penal / Colony”. Er war Gast bei mehreren internationalen Festivals und tourte mit post theater u.a., in die USA, nach Korea und Singapur. Er war 2001 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude Stuttgart. 2003 leitete er “light”, eine Inszenierung für nur zwei Zuschauer und “Turnover (House, Unsettled)”, bei dem er mit Hiroko Tanahashi das Büroteam des Theater am Halleschen Ufer auf die Bühne brachte. Im Jüdischen Museum realisierte er mit M. Böttger die Installation “matchmaker matchmaker” und die dazugehörige gleichnamige Performance in der Staatsbank Berlin. Für “Heavenly Bento” (Bonn Biennale, Kommunikationsmuseum Berlin / sophiensaele Berlin, 2004 und Singapore Arts Festival, 2005) führte er Regie. Er arbeitet darüber hinaus als Kurator für darstellende Künste (u.a. für “Metropole ins Dorf” / Rohkunstbau, 11Dock11). Im Herbst 2005 tourte er mit post theater nach Japan (Tokyo, Yokohama, Yamaguchi).

Maren Strack (Choreographie / Performer / Konzept)
Ist 1967 in Hamburg geboren, lebt und arbeitet in München und Berlin. Sie studierte von 1989-96 an der Akademie der Bildenden Künste, München. 1995 erhielt sie das Förderstipendium für Theater/Tanz der LHS München und 1998 erhielt sie den Sonderpreis DAS BESTE DEUTSCHE TANZSOLO (Leipzig). Außerdem war sie Stipendiatin am Künstlerinnenhof „Die Höge“, Bassum (2000) und an der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart (2001). Zu ihren Arbeiten zählen u.a. „Die Tanzstunde“ (Video-Tanz-Installation,1998), die bei der Art Frankfurt und im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt gezeigt wurde.
„ICE Lise Meitner” (1999) wurde u.a beim Theaterfestival SPIELART in München, im Theaterhaus Gessnerallee in Zürich und bei den Berliner Festspielen 2002 präsentiert.
Mit der Performance „Latex” (1999), war sie u.a. bei den Rencontres Chorégraphiques Internationales Seine-Saint-Denis in Paris, bei Le lieu unique in Nantes, bei Kampnagel in Hamburg sowie im Museum für moderne Kunst, in Barcelona zu Gast. „muddclubsolo” (2001) wurde u.a gezeigt in der Fondation Cartier pour l´art Contemporain sowie der Ménagerie de Verre in Paris, im Städelmuseum in Frankfurt, sowie beim Festival Bellone-Brigittines in Brüssel.
Maren Stracks Arbeit „6 Feet Deeper” in Zusammenarbeit mit post theater war in Münchens Deutschen Museum (Uraufführung) und vielen Festivals, u.a. bei Tanz im August (2004) in Berlin, in Belgien und Japan (2005) zu sehen.

Hiroko Tanahashi (Video / Konzept)
ist Absolventin der Filmhochschule Tisch School of the Arts der New York University (BFA) und des MFA Programms Multi Media Design and Technology der Parsons School of Design, N.Y, wo sie sich auf “Physical Computing” spezialisierte, d.h. interaktive Medien-Kunstwerke. Sie arbeitete als Bühnenbildnerin und Ausstatterin für Film und Theater, entwickelte zahlreiche Performances und Installationen, unter anderem eine Serie mobiler “Tanabata” Installationen (anlässlich eines japanischen Feiertages) in Berlin (2000), Wien (2001) und Belgrad (2002). Hiroko Tanahashi präsentierte ihre interdisziplinäre Tanzperformance “Bisscuit” auf der Bauhausbühne in Dessau. Sie war mit ihrer interaktiven Multi-Media-Performance “The Last Circus” in das Parsons Auditorium, N.Y. und auf das SoloDuoFestival im Theater am Halleschen Ufer eingeladen (2002). Sie präsentierte den multi medialen Tanzabend „Turnover (House, Unsettled)“ im Theater am Halleschen Ufer im April 2003. Für die Installation „matchmaker matchmaker“ von post theater im Jüdischen Museum Berlin gestaltete sie Videoarbeiten. Ihr Projekt „Heavenly Bento“ (gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds) wurde auf der Bonn Biennale uraufgeführt, lief im Augst 2004 im Kommunikationsmuseum Berlin und im Juni 2005 auf dem Singapore Arts Festival. Paralallel dazu zeigt sie ihre Installation „delicious moves“ in der Berliner Galerie Zagreus Projekt. Zuletzt war sie mit ihrem Projekt „skinSITE“ beim City of Women Festival in Ljubljana, dem Dance Week Festival in Zagreb, dem Stromereien Festival in Zürich, auf dem Bangkok Fringe Festival und in Japan (YCAM, Yamaguchi und BankART, Yokohama). Im August 2005 präsentierte sie die Tanz-Video-Installation “futurePRESENTation” bei 11Dock11 in Berlin. Sie erhielt gerade den Franklin Furnace Award, New York, für das Konzept von “The Final Act”.

post theater (new york / berlin)
ist eine Theatercompany ohne Theater und ohne Company. Es gibt kein festes Ensemble von Performern - stattdessen handelt es sich um einen Think Tank aus Künstlern und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen. Diese nutzen keine feste Spielstätte und sind auch nicht auf Theater als Medium beschränkt. Theater dient nur als Ausgangspunkt für die Projekte, welche Installationen, Performances und Ereignisse sein können. Es wird mit Realitätsebenen, der Erwartungshaltung der Zuschauer, verschiedenten Medien und aesthetischen Prinzipien gespielt. Dabei wird versucht, die Zuschauer mit der Ansprache aller Sinne zu überraschen.