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21. Juli 2006
Projekt von emerging properties (poetry & performance)
Textilinstallation, Video, Musik, Spoken Word (in englischer Sprache)
nach dem gleichnamigen Gedicht von Wallace Stevens
In dem Gedicht „Thirteen Ways of Looking at a Blackbird“ von Wallace Stevens (1897-1955) begegnet der Dichter einer Amsel in einer verschneiten Winterlandschaft. In jeder der dreizehn Strophen sieht der Dichter die Amsel in einem anderen Kontext. Zuerst sieht er nur ihr schwarzes Auge, das sich vor dem Hintergrund einer verschneiten Bergkette bewegt. In der achten Strophe, zum Beispiel, meditiert er über den Klang ihrer Stimme und die Verbindung zwischen Mensch und Vogel.In der elften Strophe stellt er sich einen Passagier in einer Glaskutsche vor, der deren Schatten als eine Schar von Amseln wahrnimmt. Die Art, wie die Amsel auftritt, zeigt die Veränderung im Bewusstsein des Dichters, das zwischen Gedanken, Wahrnehmungen und einem Zustand der Meditation hin- und herschwingt.
THIRTEEN WAYS OF LOOKING AT A BLACKBIRD ist ein Aufeinandertreffen von Video, Textilinstallation, Spoken Word und Musik. Dieses Medien beschreiben Landschaften: audio-visuelle, physisch und imaginär, oder wie Stevens sagen würde „Landschaften der Empfindlichkeit“. Die Performance offenbart das Gedicht nicht, sie schafft vielmehr einen Raum, einen Geisteszustand, in dem das Gedicht gehört werden kann.
Konzept/Regie/Spoken Word: Nicola Dahlinger
Textilinstallation: Jeanette Sendler & Sönke Hoof
Video: Frank Vetter & Joanna Kane
Musik: Kai Fagaschinski
Produktion: Catherine Launay
23.00 Uhr | 12,- Euro an der Abendkasse
Produktionshalle Sylt-Quelle
Vorverkauf im Quellenhaus der Sylt-Quelle und über Ticketonline.
